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SEI TEIL DER OUTDOOR-REVOLUTION!

Publiziert von Walter Krummenacher on 9.12.2016 15.29.31

Das Dach Europas

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Der Mont Blanc ist mit seinen 4810 Metern der höchste Berg der Alpen. Seine Erstbesteigung 1786 gilt als Begründung des modernen Alpinismus. Aber auch heute strahlt der Gipfel eine grosse Faszination für Bergsteiger aus. Und für viele Bergsteiger ist der Mont Blanc eine «Trainings-Plattform» für ihre hochgesteckten Ziele ausserhalb Europas.

Anfang des 18. Jahrhunderts glaubte man noch, dass sich unter dem Gletscher des Mont Blancs Drachen, Geister und für ihren Hochmut bestrafte Städte befinden. Niemand wollte deshalb einen Fuss auf den «verfluchten Berg» setzen. Erst mit der Erkundung durch Richard Pocock stiegen langsam Bekanntheit und Interesse an diesem Berg.

Die gefährlichsten 100m

Das Dach der Alpen ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Rund 1000 Personen überwinden jedes Jahr die 4810 Meter auf den Gipfel aus Eis und Schnee. Der «Normalweg» ist sehr beliebt und zieht am meisten Bergsteiger an. Es ist die einfachste von sieben Routen auf den Mont Blanc und führt von der Nordwestseite über die Aiguille du Goûter und den Dôme du Goûter zum Gipfel. Es ist aber auch dieser Weg, der die grossen Gefahren birgt. Rund 10 Personen sterben pro Jahr auf dem Mont Blanc.

Die «Goûter Route» sieht eine Übernachtung im Tête Rousse vor, bevor es durch das gefährliche «Couloire» auf den Gipfel geht. Steinschlag, Lawinen und Gletscherspalten machen diese 100 Meter zum gefährlichsten Abschnitt der Route. Ist die Temperatur über Null Grad und die Sicht besonders gut (Sonnenschein, nicht bedeckt), ist die Gefahr noch höher. Ein Helm sowie ein ständiges Anseilen sind hier unverzichtbar. Auch auf dem schmalen Grat, sollten die Seilschaften immer angeseilt bleiben.

Gute Übung für höhere Gipfel

Neben den technischen Herausforderungen ist auch die körperliche Vorbereitung ein Muss für zukünftige Mont Blanc-Besteiger. Die multimediale Reportage von Maria Menzel zeigt das auf eindrucksvolle Weise auf und vermittelt zudem einen wunderbaren Einblick in eine solche Erstbesteigung. Die «Coordination Montagne» sagt, dass eine Besteigung ohne hochalpin-Erfahrung nicht ratsam sei. Auf ihrem PDF haben sie die kompakt zusammengestellt, auf was man bei einer Mont Blanc-Besteigung achten muss.

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Als Vorbereitung für ein höheres Ziel in Südamerika oder Asien, ist der Mont Blanc sicherlich empfehlenswert. Temperatur, Schwierigkeitsgrad, technische und körperliche Voraussetzungen stellen auch geübte Bergsteiger vor zum Teile grosse Herausforderungen. Zudem bietet der Berg genügend Höhenmeter, um sich akklimatisieren zu müssen.

Übernachtung auf 3000m

Auch wenn der schnellste Besteiger des Mont Blanc gerade mal 4 Stunden und 57 Minuten benötigte (Kilian Jornet) sollten Sie drei Tage für dieses Unterfangen einrechnen. Bereits am Gipfeltag ist mit einer Gehzeit von rund 12 Stunden zu rechnen. Die Wetterverhältnisse müssen stimmen und der Andrang auf den Gipfel sollte nicht zu hoch sein. Auch das trägt immer wieder zu Unfällen bei. Es ist zudem empfehlenswert beim Aufstieg sowie beim Abstieg eine Übernachtung im «Refuge Tête Rousse» (3167m) einzurechnen. Denn der Aufstieg auf den Gipfel beginnt optimaler Weise bereits in den frühen Morgenstunden. Bestiegen werden kann der Gipfel von Juni bis September.