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SEI TEIL DER OUTDOOR-REVOLUTION!

Publiziert von Walter Krummenacher on 9.12.2016 15.29.31

Hoch hinaus mit genug Schlaf

Hoch hinaus mit genug Schlaf

Schlaf sollte für Sportler ebenso wichtig eingestuft werden wie eine Trainingseinheit, sagt die Forscherin Cheri D. Mah. Sie hat herausgefunden, dass sich längere Schlafphasen positiv auf die Leistung auswirken und auch die sportlichen Fähigkeiten verbessern. Eine Nacht alleine hilft aber noch nicht.

Eine der Grundregeln bei Hochtouren heisst «climb high, sleep deep». Laut Faustregel kann man durchaus 1500 Höhenmeter pro Tag hinaufsteigen. Für das Lager sollte man dann aber wieder 1200 Meter hinuntersteigen. Maximal 300 Meter soll der Höhenunterschied vom einen zum anderen Schlaflager betragen. Diese Regel hilft, der Höhenkrankheit vorzubeugen und ist überlebenswichtig für Hochtouren-Sportler.

Die Höhenkrankheit taucht aufgrund des tiefen Sauerstoffgehalts in der Luft bei Hochtouren auf. Der tiefe Sauerstoffgehalt macht dem Körper zu schaffen. Auch wenn es nicht in eine Höhenkrankheit mündet, sind Hochtouren für den Körper eine grosse Herausforderung. Dem Schlaf kommt deswegen eine grosse Bedeutung zu.

Schlafforschung für Sportler

Nicht nur die Erholung wird mit Schlaf gewährleistet sondern auch die Leistungssteigerung. Die Regeneration bedeutet nämlich nicht nur, dass er sich von den Strapazen erholt, sondern dass auch das Muskelwachstum stimuliert wird, der Knochenbau und die Fettverbrennung angeregt und gelernte Bewegungen verinnerlicht werden. So zumindest die Vermutung von Forschern.

Was in der Zwischenzeit bewiesen werden konnte, ist der Zusammenhang von der Schlafdauer und der sportlichen Leistung. 2011 untersuchte Cheri D. Mah diesen Zusammenhang bei einem Basketball-Team und konnte nachweisen, dass sich eine längere Schlafzeit auf die Schussgenauigkeit und die Sprintfähigkeiten der Sportler auswirkte.

Auch im Bergsport sind diese Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Denn Gletscherspalten, Felswände und Kletterpartien können schnell zum unüberbrückbaren Hindernis auf dem Weg zum Gipfel werden. Wer genug schläft, überwindet diese Hindernisse sicherer.

Wichtig für einen erholsamen Schlaf sind verschiedene Faktoren:

  • Leichtverdauliches Essen
  • Verzicht auf Kaffee, Schwarztee und Nikotin am Abend
  • Regelmässige Einschlafzeiten einführen
  • Keine unnatürlichen Lichtquellen
  • Trockenes und warmes Bettklima
  • Schlafkomfort

Manche dieser Faktoren sind beim Bergsteigen nicht so einfach zu beeinflussen wie andere. Dass der Schlafsystem warm genug und die Isolation beständig bleibt und damit ein trockenes und warmes Bettklima gewährleistet werden kann, ist durchaus möglich.

Fazit

Schlafmangel wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus. Eine Nacht allein macht noch keinen Unterschied. Wer hingegen genug schläft oder sein Schlafpensum über eine Woche sogar erhöhen kann, wird von verbesserten kognitiven Fähigkeiten, einer besseren Stimmung und besseren Reaktionszeiten profitieren. Die Forscherin sagt, dass Sportler den Schlaf wie eine Trainingseinheit ansehen sollten und ihn auch dementsprechend ernst nehmen.

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